Tag not found.

Produktsicherheit

Synthetische amorphe Kieselsäure und ihre oberflächenbehandelten Varianten zeichnen sich durch das Fehlen kristalliner Bestandteile aus. Zu den Charakterisierungsmethoden gehören Elektronenbeugung in Verbindung mit Rasterelektronenmikroskopie und Röntgenbeugung. Die Nachweisgrenze für diese Methoden beträgt 0,05 Gewichtsprozent. Auf der Grundlage der neuesten Ergebnisse kann SIPERNAT® als vollständig amorph bezeichnet werden.

Toxikologie

Ökotoxikologie
Synthetisch amorphe Kieselsäure ist ein anorganischer, schwer wasserlöslicher Stoff.
Die international gültigen, standardisierten Vorschriften zur Bestimmung der biologischen Abbaubarkeit (z.B. OECD-, EG-Richtlinien) sind nur für organische Substanzen anwendbar. Synthetisch amorphe Kieselsäure ist ein inerter, anorganischer Stoff und wird von Mikroorganismen nicht weiter biologisch abgebaut.
Aufgrund der sehr geringen Wasserlöslichkeit und der Hydrolysestabilität der synthetisch amorphen Kieselsäure ist die biologische Verfügbarkeit für aquatische Organismen gering. Bei Ausgangskonzentrationen von 1.000 bzw. 10.000 mg/l wurden bei der Daphnie (Daphnia magna) bzw. beim Zebrabärbling (Brachydanio rerio) im akuten OECD-Test keine schädigenden Effekte beobachtet. Aufgrund der physikalisch-chemischen Eigenschaften und der akuten aquatischen Toxizitätsdaten sind chronische Effekte und eine Anreicherung in Organismen nicht zu erwarten.
Der Beirat des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit „Kommission Bewertung wassergefährdender Stoffe (KBwS)“ hat synthetisch amorphe Kieselsäure als nicht wassergefährdend eingestuft (Kennnummer 849: Siliciumdioxid).
Synthetisch amorphe Kieselsäure ist in der sogenannten PLONOR Liste (List of Substances/Preparations Used and Discharged Offshore which are Considered to Pose Little or No Risk to the Environment) enthalten, in der Substanzen gelistet sind, die von der OSPAR Kommission zum Einsatz in See- und Küstengewässern empfohlen werden.
Informationen zur Verarbeitung
Für Anlagen, die Evonik Spezialkieselsäuren in Pulverform verarbeiten, werden Objektabsaugpumpen empfohlen. In Fällen, in denen die Konzentration von Evonik Spezialkieselsäuren einen AGW-Wert (Arbeitsplatzgrenzwert) von 4 mg / m3 (einatembare Fraktion) überschreitet, muss eine Staubmaske (Partikelfilterklasse P2) getragen werden. Beim Umgang mit Evonik Fällungskieselsäuren ist eine elektrostatische Aufladung möglich, so dass die verwendeten Anlagen geeignet geerdet werden müssen. Zur Vermeidung eines Trockenheitsgefühl nach Hautkontakt empfiehlt sich, Evonik Spezialkieselsäuren mit Wasser abzuwaschen, und die betroffene Haut mit einer Feuchtigkeitscreme zu behandeln. Verschüttetes Material sollte unter Staubvermeidung aufgenommen und in geeigneten, dichten Behältern gesammelt werden. Evonik Spezialkieselsäuren können gemäß den Empfehlungen des Europäischen Abfallarten Katalog behandelt werden, der nach Branchen aufgebaut ist.
Gesetzliche Bestimmungen
Im Sinne des Europäischen Chemikaliengesetzes, der Gefahrstoffverordnung und der Transportvorschriften sind Evonik Spezialkieselsäuren kein Gefahrstoff bzw. Gefahrgütern. Weitere Informationen sowie Sicherheitsdatenblätter können über unsere Produktsicherheit angefordert werden.

Sicherheitsdatenblätter

Weitere Informationen über Produktsicherheit und/oder unsere Sicherheitsdatenblätter erhalten Sie über: